Unternehmenswissen – aber niemand ...

Gestern habe ich drei Expertinnen aus dem Umfeld der Gesellschaft für Wissensmanagement von meiner Arbeit an KAPRI erzählt – einer ausführlichen Spezifikation mit Referenzimplementierung für die Veröffentlichung überprüfbarer Wissensstände. 

Die spontane Reaktion: 

Du wirst kaum jemanden finden, der in einer Organisation Verantwortung für Wissen übernimmt.


Können wir uns das im Zeitalter der KI noch erlauben?
 
KAPRI erklärt Wissen weder für wahr noch für allgemeingültig. Es beantwortet drei einfachere Fragen:
Woher stammt diese Information?
Welchen Status hatte sie bei ihrer Veröffentlichung?
Wurde sie seitdem verändert?
 
Software veröffentlichen wir selbstverständlich als identifizierbare Releases. Wissen dagegen wird kopiert, kombiniert und an KI-Systeme weitergegeben – oft ohne belastbare Information zu Herkunft und ohne erkennbaren Stand.
 
Warum akzeptieren wir bei Wissen, was bei Software undenkbar wäre?
 
Haben wir so viel Angst davor, mit unseren Erkenntnissen falschzuliegen, dass niemand mehr einen Wissensstand verantworten will?
 
Dabei entsteht Weiterentwicklung nicht durch Fehlerfreiheit, sondern indem wir sichtbar machen, was wir heute wissen – und morgen besser wissen.
 
Mit inside und unserer Referenzimplementierung KAPRI wollen wir dafür sorgen, dass Wissensstände nachvollziehbar erarbeitet und sicher übertragen werden können. 
Unser Whitepaper und die bisherigen Ergebnisse zu KAPRI sind auf unserer Website dokumentiert und in Kürze auf GitHub verfügbar. 

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